Ben's Toolbox für Logic Pro

Dokumentation

Ben's Toolbox ist eine macOS-App, die wiederkehrende Logic-Pro-Arbeit automatisiert und über macOS, Stream Deck, iPad Remote und iPhone Motion bedienbar macht. Diese Dokumentation beschreibt nicht nur den Einstieg, sondern alle wichtigen Werkzeuge, Optionen und typischen Workflows.

Die Mac-App ist immer die zentrale Instanz. Stream Deck, iPad und iPhone senden Befehle oder Steuerdaten an die Mac-App. Die Mac-App prüft Lizenz, Status, Presets, Logic-Fenster, gescannte Daten und führt die eigentliche Aktion in Logic Pro aus.

Warum Ben's Toolbox anders ist

Ben's Toolbox ist kein einzelnes Shortcut-Paket, sondern ein zusammenhängendes Logic-Pro-System: Mac-App, eigenes MIDI-Device, Stream Deck Plugin, iPad Remote und iPhone Motion greifen auf dieselbe Datenbasis zu. Dadurch können komplexe Studio-Workflows über Buttons, Gesten oder vorbereitete Presets ausgelöst werden, ohne jedes Mal durch Logic-Menüs zu navigieren.

USPWas daran wichtig istWo es genutzt wird
Bouncer ToolMehrere Mixe, Stems, Versionen und Deliverables werden als wiederholbare Bounce-Runden vorbereitet. Namensregeln, Audio-Settings, Dictionary, Track-Auswahl und Exportordner sind Teil des Workflows.macOS App, iPad Remote
Live-Artikulationen mit FeedbackArtikulationen werden aus Logic gelesen, auf iPad und Stream Deck angezeigt und können dort live ausgelöst werden. Die Oberfläche zeigt zurück, welche Spieltechnik aktiv ist.iPad Remote, Stream Deck, Logic Pro
MIDI Recall über CC MonitorÜber den CC Monitor kann die iPad-Artikulationssteuerung den aktuellen Zustand in Logic besser nachziehen. Dadurch wird nicht nur gesendet, sondern der musikalische Zustand kann zurückgemeldet werden.iPad Remote, Logic MIDI FX, Artikulationsspuren
Dynamiksteuerung mit dem iPhoneBewegung, Höhe, Richtung oder Aktivierungsgesten werden zu MIDI CC, Pitch Bend, Vibrato oder Artikulationssteuerung. Die Zuordnung liegt in der Mac-App und kann ohne iPhone-App-Update geändert werden.iPhone Motion, macOS Motion Window
Viele Workflow-ToolsPlugins laden, Patches öffnen, Outputs setzen, Sends bauen, Gain/Fades ändern, MIDI-CC-Lanes wählen, Fenster öffnen und Logic-Shortcuts auslösen.Mac, iPad, Stream Deck, Shortcuts
Individualisierbares iPad-GridButtons, Seiten, Sektionen, eigene Bilder, Auto-Labels und dynamische Listen kommen aus der Mac-App. Das iPad kann dadurch als Template-spezifische Steuerfläche aufgebaut werden.iPad Remote
Eigene MIDI-InfrastrukturBen's Toolbox nutzt ein eigenes virtuelles MIDI Device. Shortcuts und Trigger laufen dadurch konsistent über eine kontrollierte Verbindung statt über lose Tastatur-Makros.Logic Pro, Stream Deck, iPad, Shortcut Manager

How to start

1. Mac-App vorbereiten

  1. Ben's Toolbox installieren und starten.
  2. macOS-Bedienungshilfen erlauben.
  3. Logic Pro öffnen.
  4. Ben's Toolbox auf dieselbe Sprache einstellen, in der auch Logic Pro läuft.
  5. Den virtuellen Controller einrichten lassen oder manuell in Logic hinzufügen.

2. Daten scannen

  1. Plugins & Patches öffnen.
  2. Plugins, Library-Presets, Ein-/Ausgänge und Busse scannen.
  3. Bei neuen Plugins oder geänderten I/O-Namen erneut scannen.
  4. Für Artikulationen zusätzlich das aktuelle Artikulationsset einlesen.
Wichtig: Wenn iPad oder Stream Deck Namen, Icons, Outputs, Presets oder Plugins nicht finden, liegt die Ursache fast immer in der Mac-App. Dort müssen die Daten zuerst gelesen oder aktualisiert werden.

Sprache von Logic und Ben's Toolbox

Ben's Toolbox liest viele Logic-Pro-Menüs, Fenster, Tabellen und Bedienfelder über die sichtbaren Namen in Logic. Deshalb muss Ben's Toolbox auf dieselbe Sprache eingestellt sein, in der auch Logic Pro läuft. Wenn Logic zum Beispiel auf Deutsch läuft, muss auch Ben's Toolbox auf Deutsch stehen; läuft Logic auf Englisch, muss Ben's Toolbox auf Englisch stehen.

Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Japanisch, Koreanisch und vereinfachtes Chinesisch.

Praxis: Wenn Ben's Toolbox Einträge in Logic nicht findet oder Aktionen nicht zuverlässig greifen, zuerst die Spracheinstellung prüfen und danach Plugins, Ausgänge, Busse und Artikulationen erneut scannen.

Einrichtung in Logic

Ben's Toolbox nutzt einen eigenen virtuellen MIDI-Controller, damit Aktionen aus der Mac-App, vom Stream Deck, vom iPad und aus Shortcuts zuverlässig in Logic Pro ankommen. Der Setup-Assistent richtet diese Verbindung automatisch ein; alternativ kann der Ben's-Toolbox-Port manuell als Controller-Eingang in Logic Pro hinzugefügt werden.

Nach dem ersten Start sind vor allem drei Dinge wichtig: Ben's Toolbox benötigt die macOS-Bedienungshilfen, Logic Pro muss geöffnet sein, und die benötigten Daten wie Plugins, Ausgänge, Busse und Artikulationssets sollten in der Mac-App gescannt werden. Danach können Stream Deck, iPad und Shortcuts dieselben vorbereiteten Aktionen auslösen.

Setup-Überblick: Die folgenden Slides zeigen die wichtigsten Schritte für die erste Logic-Controller-Einrichtung.

Grundkonzepte

Aktion, Parameter, Auslöser

Fast jedes Werkzeug besteht aus einer Aktion und optionalen Parametern. Beispiel: set_output ist die Aktion, der gewünschte Ausgang ist der Parameter. Der Auslöser kann ein Stream-Deck-Button, ein iPad-Button, ein Shortcut, ein URL-Schema oder ein Button in der Mac-App sein.

Remote-Oberflächen sind Bedienflächen

Stream Deck und iPad führen nicht selbst die Logic-Automation aus. Sie senden eine Aktion an die Mac-App. Dadurch bleiben Lizenzprüfung, Status, lokale Sprache, Logic-Fenstererkennung und eigentliche Automation an einer Stelle.

Dynamische Listen

Viele Optionen werden nicht hart in iPad oder Stream Deck gespeichert. Plugin-Namen, Library-Presets, Audio-Performances, Bus-Performances, I/O-Namen und Logic-Key-Commands kommen aus der Mac-App.

Eigenes MIDI Device

Ben's Toolbox richtet ein eigenes virtuelles MIDI Device ein. Logic empfängt darüber definierte MIDI-Befehle, während die Mac-App weiß, welcher Befehl zu welcher Funktion gehört. Dadurch können iPad, Stream Deck und Shortcut Manager dieselben Aktionen auslösen, ohne dass jede Oberfläche eigene Logic-Konfigurationen pflegen muss.

Praktisch bedeutet das: Ein Button kann auf dem iPad, auf dem Stream Deck oder als Shortcut existieren und trotzdem dieselbe Ben's-Toolbox-Aktion mit denselben Parametern auslösen. Die eigentliche Intelligenz bleibt in der Mac-App.

macOS App

Die macOS-App stellt die eigentlichen Werkzeuge bereit. Über das Menüleisten-Symbol öffnest du die Fenster für Scripts, Bouncer, Plugins & Patches, Bus FX, Motion, Shortcut Manager, Artikulationen, Einstellungen, Lizenz und Updates.

FensterWofür es gedacht istTypischer Zeitpunkt
ScriptsÜbersicht der ausführbaren Tools und deren Parameter.Wenn du ein Tool kennenlernen oder direkt auslösen willst.
BouncerBatch-Bounces, Stems, Versionen, Namensregeln und Exportordner.Vor Mix-Abgaben, Stems, Deliverables und Versionsexporten.
Plugins & PatchesScans für Plugins, Library-Presets, Outputs, Inputs, Busse und Performances.Nach Installation, Template-Wechsel oder geänderten I/O-Namen.
Bus FX SettingsPreset-Verwaltung für Send-/Bus-Workflows.Wenn wiederkehrende Räume, Delays oder FX-Sends vorbereitet werden.
Shortcut ManagerEigene Tastenkürzel und parametrisierte Aktionen.Wenn du ohne Stream Deck oder zusätzlich per Keyboard arbeiten willst.
MotioniPhone-Bewegung auf MIDI CC, Pitch Bend und Artikulationsfunktionen mappen.Für Live-Control, Vibrato, Dynamics oder performative Steuerungen.
ArticulationsArtikulationssets lesen, konvertieren und für Remote-Steuerung vorbereiten.Bei Orchester-Libraries, Soundtracks und Sample-Libraries mit vielen Spieltechniken.

Tools: Bounce & Export

Bouncer Tool

Öffnet das vollständige Bouncer-Fenster. Dieses Tool ist für komplexe Exportaufgaben gedacht und wird weiter unten detailliert beschrieben.

Bounce WAV

Exportiert WAV, AIFF oder CAF über Logic Pro. Optionen sind Format, Bit-Tiefe, Sample-Rate, Interleaved/Split, Dithering, Normalisierung, Offline/Realtime-Modus, Audio-Tail, Tempo-Informationen und optionales Öffnen des Exportordners.

Bounce MP3

Erstellt MP3-Dateien mit festgelegter Mono-/Stereo-Bitrate, Qualitätsstufe, Stereo-Modus, Normalisierung, Offline/Realtime-Modus, VBR, Smart Encoding, Filter unter 10 Hz, Audio-Tail und Tempo-Informationen.

Bounce WAV + MP3

Kombiniert beide Deliverables in einem Durchgang. Sinnvoll, wenn du regelmäßig ein hochwertiges Master und zusätzlich eine schnelle Hörfassung liefern musst.

Export

Exportiert Audio anhand ausgewählter Bereiche und Optionen. Dazu gehören Trim Silence, Cycle Only, Extend to End, Format, Bit-Tiefe, Normalisierung, Bypass FX, Tail, Volume/Pan und Tempo-Informationen.

Tools: Plugins & Presets

Add FX Plugin & Quick Insert

Lädt ein festgelegtes Audio-FX-Plugin in den nächsten passenden Slot. Optional kann Mono-zu-Stereo bevorzugt werden, wenn Logic mehrere Varianten anbietet. Öffnet einen Such-/Prompt-Workflow. Du gibst den Plugin-Namen an oder wählst ihn über eine Remote-Oberfläche. Der Prompt kann auf Mac, iPad oder beiden erscheinen.

Open Library Preset

Öffnet ein Logic Library Preset. Die Auswahl kann direkt erfolgen oder als Prompt. Die Liste stammt aus dem Scan in Plugins & Patches und kann nach Subfoldern gruppiert werden.

Audio & Bus Performance Picker

Nutzt gespeicherte Audio- und Bus-Performances auf Audio- oder Bus-Spuren. Du kannst eine vordefinierte Performance direkt per Tastendruck auf iPad, Stream Deck oder über einen Shortcut auslösen. Alternativ öffnet das Tool einen Prompt, in dem du auf dem iPad oder Mac aus den bestehenden Performances auswählst.

Tools: Mixing & Routing

Add Send

Fügt auf dem aktuellen Kanal einen vorhandenen Send hinzu. Du kannst Ziel, Level und Prompt-Verhalten definieren. Die verfügbaren Send-Ziele stammen aus den gescannten I/O-Daten.

FX Send Preset

Erstellt oder nutzt einen vorbereiteten Bus-FX-Workflow mit Send-Name, Plugin, Zielausgang und Send-Level. Ideal für wiederkehrende Räume, Delays oder parallele Effekte.

Set Output

Setzt den Ausgang des aktiven Kanals. Der Ausgang kann direkt als Parameter übergeben oder per Prompt gewählt werden.

Fade

Ändert Fade-In, Fade-Out, Fade-Zeit und Fade-Typen. Zeiten können absolut gesetzt oder relativ verändert werden. Fade-Typen umfassen u. a. Out, X, Equal Power und X S.

Set Gain

Setzt oder verändert Gain in dB. Der Modus kann absolut oder relativ sein, zum Beispiel +2 dB oder -2 dB.

New Audio (Mono & Stereo)

Erstellt eine neue Mono-Audiospur mit vorbereiteten Parametern. Typische Optionen sind Track-Name, Eingang, Ausgang, Anzahl der Spuren und optional ein Preset. Das ist besonders sinnvoll für wiederkehrende Recording-Setups wie Voiceover, Solo-Instrumente, DI-Signale oder einzelne Mikrofone. Erstellt eine neue Stereo-Audiospur mit denselben Grundparametern. Nutze dies für Stereo-Mikrofonierungen, Synthesizer, externe Instrumente, Submixe oder Quellen, die direkt als Stereosignal aufgenommen werden sollen.

Hover Actions

Hover Actions sind kontextabhängige Aktionen direkt im Logic-Channel-Strip. Du bewegst die Maus auf eine markierte Stelle und löst die passende Ben's-Toolbox-Aktion mit einem Modifier-Klick aus. Dadurch musst du den Channel Strip nicht erst manuell öffnen, durchsuchen oder den Zielslot in einem separaten Fenster auswählen.

Die Modifier-Tasten für Hover Actions können im Shortcut Manager angepasst werden. Möglich sind die üblichen Modifier-Tasten; achte nur darauf, keine Kombination zu wählen, die Logic bereits für wichtige eigene Aktionen nutzt. Empfehlenswert sind Control, Option und Cmd.

Logic Pro Channel Strip mit markierten Hover Actions fuer Settings, Instrument, Audio FX, Send und Output
Die markierten Channel-Strip-Bereiche reagieren auf Mouse Hover plus Modifier-Klick und starten den passenden Picker oder Prompt.

Settings Button auf Audio- und Bus-Spuren

Auf dem Settings-Button eines Audio- oder Bus-Channel-Strips öffnet die Hover Action den passenden Performance-Picker-Prompt. Auf Audiospuren werden Audio-Performances angeboten, auf Bus-Spuren Bus-Performances. So kannst du gespeicherte Performance-Setups direkt auf die aktuelle Spur anwenden.

Input, Output und Send

Hover Actions auf Input, Output und Send öffnen die jeweiligen Routing-Prompts. Die Auswahllisten kommen aus den gescannten I/O- und Bus-Daten der Mac-App. Das ist besonders nützlich, wenn du Routing-Ziele nicht über Logic-Menüs suchen willst, sondern direkt aus Ben's Toolbox, iPad, Stream Deck oder Shortcuts heraus arbeitest.

Leere Instrument- und Audio-FX-Slots

Auf leeren Instrument- oder Audio-FX-Slots starten Hover Actions den passenden Plugin- oder Quick-Insert-Workflow. Bei Instrument-Spuren kann ein Instrument geladen werden; bei Audio-FX-Slots wird ein Audioeffekt in den leeren Slot eingefügt. Alternativ kann ein Prompt geöffnet werden, um aus den gescannten Plugins auszuwählen.

Wichtig: Hover Actions brauchen den sichtbaren Logic-Channel-Strip und die korrekte Position der Maus. Wenn Logic ein anderes Fenster fokussiert, der Channel Strip nicht sichtbar ist oder die I/O-Daten veraltet sind, zuerst Logic in den Vordergrund holen und in Plugins & Patches die relevanten Daten neu scannen.

Tools: MIDI & Piano Roll

Set Velocity

Setzt die Velocity ausgewählter MIDI-Events auf einen Zielwert. Das ist nützlich für schnelle Vereinheitlichung oder Spezialwerte wie sehr niedrige Trigger-Velocities.

Next CC

Springt in der Piano Roll zur nächsten verfügbaren CC- oder Automationsspur.

Set CC

Wählt direkt eine Piano-Roll-CC-Lane. Unterstützt sind typische Controller wie Volume, Pan, Modulation, Pitch Bend, Velocity, Balance, Breath, Foot, Portamento, Expression, Sustain, Aftertouch, Program Change, Surround-Parameter und CC 20 bis CC 32.

Wenn die Piano Roll nicht sichtbar ist oder Logic den Fokus anders setzt, können diese Tools ins Leere laufen. Öffne in solchen Fällen zuerst die Piano Roll und teste die Aktion einmal direkt.

Tools: Artikulationen

Set Articulation

Setzt eine Artikulation anhand eines Namens, zum Beispiel Legato, Staccato oder Pizzicato. Das Tool sucht im Artikulationsmenü der aktuellen Spur nach einem passenden Eintrag.

Trigger Articulation

Triggert Artikulationen nach Slot-Index 1 bis 32. Dieser Modus ist besonders für Stream Deck und iPad geeignet, weil Buttons direkt auf Slots gelegt werden können.

Articulation Menu

Öffnet den Artikulations-Picker zur schnellen Auswahl in Logic.

Read Articulations

Liest das aktuelle Artikulationsset der aktiven Spur und schreibt es für Stream Deck und iPad in den gemeinsamen Status. Dies ist der wichtigste Refresh-Schritt, wenn die Remote-Oberfläche nicht die erwarteten Spieltechniken zeigt.

Wichtig: Wenn beim Live-Auslösen von Artikulationen über iPad oder Stream Deck die Piano Roll nicht im Fokus ist, kann Logic kurz blinken oder den Fokus sichtbar wechseln. Der Grund ist nicht ein Fehler in der Funktion, sondern dass gerade das falsche Fenster für das Setzen der Artikulation aktiv ist. Die Artikulation wird trotzdem ausgelöst; das Blinken beeinträchtigt die Funktion nicht. Wenn es stört, klicke die Piano Roll einmal an. Solange die Piano Roll das aktive Fenster bleibt, verschwindet das Blinken.

Tools: Utilities

Open Project Folder

Öffnet den Ordner des aktuellen Logic-Projekts im Finder.

SMPTE Reset

Setzt die SMPTE-Position auf Null an der aktuellen Abspielposition.

Visual Helper

Schaltet den Visual/Grid Helper ein oder aus. Der Status wird an Remote-Oberflächen zurückgemeldet.

Logic Shortcut

Löst beliebige Logic-Key-Commands aus. Die Key-Command-Liste wird aus den Logic-Kommandodaten bereitgestellt und ist auf iPad und Stream Deck suchbar.

Scan I/O & Busses

Scant I/O- und Bus-Namen neu. Nutze dies nach Template-Wechseln, geänderten Ausgangsnamen oder Audiointerface-Änderungen.

Set Marker

Erstellt oder benennt Marker anhand eines übergebenen Namens.

Paste Colored MIDI Region

Fügt eine MIDI-Region in einer gewählten Farbe ein. Verfügbare Farben sind Rot, Gelb, Grün, Blau und Lila.

Bouncer Tool

Der Bouncer ist das umfangreichste Exportwerkzeug in Ben's Toolbox. Er ist für wiederkehrende Abgaben gedacht: Mixe, Instrumentals, TV-Tracks, Stems, Einzelspuren, Varianten und kundenspezifische Deliverables.

USP: Der Bouncer macht aus einem manuellen Exportprozess eine gespeicherte Abgabe-Logik. Du definierst nicht nur ein Dateiformat, sondern komplette Export-Runden mit Track-Auswahl, Mute-Verhalten, Namen, Dictionary, Audioformat und Zielordner.
Bouncer Tool Hauptfenster mit Bounce-Rounds, Track-Liste und Preset-Auswahl
Das Bouncer-Hauptfenster verbindet Zielordner, Track-Scan, Presets, Bounce-Rounds und Startoptionen in einem Workflow.
Logic Pro während eines Bouncer-Exports mit Mixer und Bouncer-Status
Während des Vorgangs steuert der Bouncer Logic Pro und zeigt den Fortschritt der einzelnen Rounds an.

Wichtige Bereiche

BereichBeschreibung
DestinationExportordner, Projektname und Zielstruktur.
Bounce RoundsMehrere Exportdurchgänge mit eigenen Einstellungen.
Track SelectionWelche Tracks oder Gruppen exportiert werden.
Mute RulesWelche Spuren für bestimmte Runden stummgeschaltet werden.
Audio SettingsFormat, Sample-Rate, Bit-Tiefe, MP3-Optionen und Bounce-Modus.
Name PresetsPräfixe, Suffixe, Nummerierung, Kundenvorgaben und Exportnamen.
DictionaryErsetzung oder Normalisierung von Track-Namen.
Main PresetsKomplette Bouncer-Konfigurationen für wiederkehrende Projekte.

Empfohlener Workflow

  1. Bouncer öffnen und Projekt scannen.
  2. Exportordner prüfen oder wählen.
  3. Tracks und Gruppen kontrollieren.
  4. Eine oder mehrere Bounce-Rounds anlegen.
  5. Audio Settings und Name Presets setzen.
  6. Optional Dictionary und Mute-Regeln anwenden.
  7. Mit einem kleinen Testlauf prüfen.
  8. Kompletten Export starten.

Strukturierte Benennung

Für den sinnvollen Einsatz von Bouncer-Presets ist eine einheitliche Benennung von Subgruppen, Instrumenten, Audiospuren und Stem-Gruppen sehr hilfreich. Presets, Mute-Regeln, Track-Auswahl und Dictionary beziehen sich auf die Namen und die Struktur deines Logic-Projekts. Je konsistenter diese Namen sind, desto zuverlässiger kann ein Preset auf unterschiedliche Arrangements angewendet werden.

Ein einfaches Beispiel: Wenn Vocal-Spuren und Vocal-Subgruppen in deinen Projekten immer nach demselben Prinzip benannt sind, braucht ein Bouncer-Preset deutlich weniger Sonderregeln, um Main Mix, Instrumental, TV Track oder Vocal-Stems korrekt zu erzeugen. Uneinheitliche Namen erzwingen dagegen mehr Ausnahmen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass eine Spur in einer Bounce-Runde falsch behandelt wird.

Praxis: Wer regelmäßig viele Versionen, Stems oder Kundenabgaben erstellt, sollte ohnehin strukturiert arbeiten. Bei großem Output verliert man ohne klare Track-, Gruppen- und Subgruppen-Namen sehr schnell den Überblick.

Bounce-Rounds anlegen

Eine Bounce-Round ist ein gespeicherter Exportdurchgang innerhalb eines Bouncer-Setups. Der Bouncer arbeitet die Rounds nacheinander ab. Jede Round kann eigene Track-Auswahl, Mute-Regeln, Bounce-Art, Export-Art, Dictionary-Nutzung und Fade-Einstellung haben.

  1. Scanne zuerst das aktuelle Logic-Projekt, damit der Bouncer Track-Namen, Track-Typen, Nummern, Mute-Status und Gruppenstruktur kennt.
  2. Wähle entweder Tracks manuell in der Track-Liste aus oder wähle oben rechts ein Preset.
  3. Klicke auf Add Tracks. Bei einem Preset wird direkt eine Round mit dem Preset-Namen angelegt. Bei manueller Auswahl wird eine manuelle Round aus den ausgewählten Tracks erzeugt.
  4. Stelle in der Round ein, ob sie als Together oder Single laufen soll. Together erzeugt eine gemeinsame Datei aus der Round, Single verarbeitet die enthaltenen Tracks einzeln.
  5. Wähle, ob die Round als Logic-Bounce oder als Export laufen soll. Bei Single-Rounds kann dadurch z. B. aus einer Track-Auswahl ein Einzelspur-Export werden.
  6. Prüfe bei Single-Rounds die Namen der erzeugten Dateien. Diese kommen aus Track-Name, Name Preset, Projektname, optionalem Stem-Baustein und Dictionary.

Eine Round enthält nicht nur die Tracks, die aktiv exportiert werden sollen. Sie kann zusätzlich Mute-only-Tracks enthalten. Diese Spuren sind nicht Teil der Solo-/Export-Auswahl, werden aber vor dem Export temporär stummgeschaltet, wenn eine Mute-Regel oder eine manuelle geplante Mute-Auswahl dies verlangt.

Bouncer Bounce Round im Together-Modus für einen Instrumental-Mix
Eine Together-Round erzeugt eine gemeinsame Datei aus den enthaltenen Tracks, z. B. einen Instrumental-Mix.
Bouncer Bounce Round im Single-Export-Modus für Stem-Dateien
Eine Single-/Stem-Round erzeugt einzelne Dateien und zeigt direkt die erwarteten Exportnamen.

Preset-Logik und Track-Auswahl

Ein Bouncer-Preset beschreibt keine festen Track-IDs, sondern Regeln, mit denen Tracks im aktuellen Projekt gefunden werden. Dadurch kann ein Preset auf ähnliche Projekte angewendet werden, solange die Benennung und Struktur konsistent bleibt.

RegelBedeutung
Name enthältDie Regel trifft, wenn der Track-Name den eingegebenen Text enthält. Groß-/Kleinschreibung wird ignoriert.
Name exaktDie Regel trifft nur, wenn der Track-Name nach dem Trimmen exakt dem eingegebenen Text entspricht.
Track TypeEine Regel kann auf alle Tracks oder auf bestimmte Typen begrenzt werden: Audio, Instrument, Aux, Subgroup, Master, Output oder Unknown. Folder werden beim Erzeugen von Rounds nicht als Bounce-Kandidaten verwendet.
ScopeBei Aux und Subgroup kann zusätzlich unterschieden werden, ob die Regel für alle passenden Spuren oder nur für Top-Level-Spuren gelten soll. Das ist wichtig, wenn ein Template verschachtelte Gruppen enthält.

Der Preset-Modus entscheidet, wie die Hauptregeln interpretiert werden. Im Include-Modus werden nur Tracks aufgenommen, die eine Hauptregel treffen; ein optionaler Gegenfilter kann einzelne Treffer wieder ausschließen. Im Exclude-Modus werden grundsätzlich alle nicht ausgeschlossenen Tracks aufgenommen; ein optionaler Gegenfilter kann bestimmte Tracks trotz Ausschluss wieder aufnehmen.

Mute Rules sind davon getrennt. Sie fügen Spuren als Mute-only-Tracks zur Round hinzu, wenn diese Spuren nicht ohnehin schon Teil der Round sind. So kann man z. B. für einen Instrumental-Mix alle Vocal-Spuren muten, ohne dass die Vocal-Spuren als eigene Exportspuren behandelt werden.

Presets erstellen

Ein Preset wird im Preset Manager angelegt. Es speichert den Preset-Namen, den Include-/Exclude-Modus, Hauptregeln, optionale Gegenregeln, Mute-Regeln, Bounce-Typ, Export/Bounce-Art, Online/Offline-Verhalten, Stem-Option, Dictionary-Nutzung und die Fade-Option.

  1. Öffne den Preset Manager über das Preset-Menü im Bouncer.
  2. Lege ein neues Preset an und gib ihm einen Namen, der die spätere Round beschreibt, z. B. Instrumental, Drums Stem oder TV Mix.
  3. Wähle Include oder Exclude. Include ist sinnvoll für Stem-Presets, die gezielt nur bestimmte Tracks sammeln. Exclude ist sinnvoll für Mix-Versionen, bei denen fast alles enthalten bleibt und nur bestimmte Gruppen entfernt werden.
  4. Füge Suchbegriffe hinzu. Nach dem Anlegen kannst du pro Chip per Kontextmenü zwischen Contains und Exact wechseln und optional einen Track Type setzen.
  5. Nutze bei Aux/Subgroup den Top-Level-Scope, wenn nur die oberste Gruppe gemeint ist und nicht jede verschachtelte Subgruppe mit ähnlichem Namen.
  6. Füge Mute Rules hinzu, wenn Tracks für diese Round stummgeschaltet werden sollen, ohne selbst exportiert zu werden.
  7. Speichere das Preset und wende es im Bouncer an. Add Tracks erzeugt daraus eine neue Bounce-Round.
Bouncer Preset Manager mit Include- und Exclude-Regeln, Track Type und Scope
Im Preset Manager werden Include-/Exclude-Logik, Track-Typen, Scope, Mute Rules, Dictionary und Fade pro Preset definiert.

Beispiel: Instrumental-Preset

Ein Instrumental kann im Exclude-Modus gebaut werden: Die Hauptregeln suchen nach Vocal-Begriffen wie vox, vocal, lead vox oder choir. Der Bouncer nimmt dann alle nicht ausgeschlossenen Tracks in die Round auf. Wenn bestimmte Vocal-FX-Returns trotzdem im Mix bleiben sollen, können sie über den Gegenfilter wieder aufgenommen werden. Alternativ können Vocal-Spuren über Mute Rules stummgeschaltet werden, wenn die Round als gemeinsamer Mix laufen soll.

Beispiel: Stem-Preset

Ein Drums-Stem ist typischerweise ein Include-Preset. Die Hauptregeln suchen nach drum, kick, snare oder einer Top-Level-Subgroup namens Drums. Wenn nur die Gruppenspur exportiert werden soll, sollte der Track Type passend gesetzt werden, z. B. Subgroup mit Top-Level-Scope. Wenn einzelne Audio-Tracks exportiert werden sollen, wird eher nach Audio- oder Instrument-Spuren gefiltert.

Main Preset

Ein Main Preset ist ein komplettes Bouncer-Setup. Es speichert nicht nur ein einzelnes Track-Auswahl-Preset, sondern die gesamte Arbeitskonfiguration: ausgewähltes Name Preset, Klick-Check, Low-Latency-Check, Bounce Master, Cycle Reference, Master FX, Audio-Settings-Snapshot, Final-Fade-Settings und alle Bounce-Rounds als Templates.

Die Rounds werden beim Laden eines Main Presets nicht als starre alte Track-Objekte wiederhergestellt. Der Bouncer rekonstruiert sie anhand der gespeicherten Preset-Namen und der aktuellen gescannten Tracks. Geplante Mutes werden über einen stabilen Schlüssel aus Track-Nummer und Track-Name wieder zugeordnet. Deshalb ist ein Main Preset besonders nützlich für wiederkehrende Projektarten, aber es setzt voraus, dass die Template-Struktur und Benennung ähnlich bleiben.

Name Presets

Ein Name Preset definiert, wie Exportdateien benannt werden. Es besteht aus Präfix, Trennzeichen, optionalem Stem-Baustein, Postfix und der Option, den Namen in Großbuchstaben zu schreiben. Ohne Name Preset verwendet der Bouncer den gemappten Track-Namen bzw. bei Together-Rounds Projektname und Round-Name.

Bei Single-Exports wird der Dateiname aus Projektname, optionalem Stem-Baustein, Track-Name und Postfix gebaut. Wenn mehrere Tracks nach Dictionary-Mapping denselben Namen hätten, hängt der Bouncer automatisch eine Nummer wie -2 an, damit keine Dateien überschrieben werden.

Bouncer Name Manager mit Prefix, Separator, Stem und Postfix
Der Name Manager baut Dateinamen aus Projektname, Stem-Baustein, Track- oder Round-Name, Prefix, Separator und Postfix.

Dictionary

Das Dictionary normalisiert Namen. Ein Dictionary-Eintrag besteht aus einem Zielwort und mehreren Synonymen. Wenn ein Track-Name ein Synonym enthält oder exakt dem Zielwort entspricht, verwendet der Bouncer das Zielwort für den Exportnamen. So kann aus uneinheitlichen Namen wie Violins 1, Vln 1 oder Violin I ein einheitlicher Exportname werden.

Die Dictionary-Nutzung kann pro Preset bzw. Round gespeichert werden. Bei Together-Rounds ist die Benennung stärker round-basiert; das Dictionary ist vor allem für Single-/Stem-Ausgaben wichtig, bei denen Track-Namen direkt zu Dateinamen werden.

Bouncer Dictionary Manager mit Zielnamen und Synonymen
Im Dictionary werden uneinheitliche Track-Bezeichnungen auf stabile Zielnamen gemappt.

Header-Optionen vor dem Start

Bouncer Header-Optionen für Klick, Low Latency, Bounce Master, Cycle Reference und Master FX
Die Startoptionen prüfen kritische Logic-Zustände und können Cycle Reference sowie Master-FX-Behandlung vor dem Export vorbereiten.
OptionWas passiert beim Start?
Klick überprüfenDer Bouncer prüft den Metronom-/Click-Status in Logic und versucht den Klick vor dem Bounce auszuschalten. Das verhindert versehentlich mitgebouncte Click-Tracks.
Low Latency überprüfenDer Bouncer prüft den Low Latency Mode und versucht ihn auszuschalten. Wenn das nicht gelingt, bricht der Prozess ab, weil ein aktiver Low-Latency-Modus Mix- und Plugin-Verhalten verändern kann.
Bounce MasterFügt eine zusätzliche Main-Round für den Master-Out hinzu. Diese Round enthält alle nicht-Folder-Tracks und ist als Master-/Main-Bounce gedacht.
Cycle ReferenceWählt eine Track-Spur als Referenz für den Bounce-Bereich. Der Bouncer selektiert diese Spur und setzt den Cycle über die erste und letzte Region dieser Spur. Wenn eine Cycle Reference gewählt ist, erzwingt der Bouncer beim Export den Cycle-Bereich.
Master FX OffWählt die angegebene Master-Spur und deaktiviert aktive Plugins auf dieser Spur vor den Bounce-Rounds. Das ist für Deliverables gedacht, bei denen Mastering- oder Limiter-Plugins nicht auf Stems oder bestimmten Versionen liegen sollen.

Audio Settings, Bounce/Export und Auto Fade / Final Fade

Die Audio Settings des Bouncers entsprechen den relevanten Audio- und Export-Einstellungen aus Logic. Sie sind im Bouncer in Bereiche für Bounce, Export und Final Fade aufgeteilt. Hier werden z. B. Format, Sample-Rate, Bit-Tiefe, Normalize-Verhalten, Export-Bereich, Tail-/Volume-/Tempo-Optionen und die Fade-Parameter vorbereitet.

Bouncer Audio Settings mit Bounce Settings, Export Settings und Final Fade Settings
Die Audio Settings sind in Bounce, Export und Final Fade geteilt und werden im Main Preset mitgespeichert.

Diese Audio Settings werden zusammen mit den Fade-Einstellungen im Main Preset gespeichert. Ein Main Preset kann dadurch nicht nur die Bounce-Rounds und Track-Regeln wiederherstellen, sondern auch die dazugehörigen Logic-kompatiblen Audioeinstellungen für wiederkehrende Deliverables laden.

Die Fade-Checkbox einer Round oder eines Presets aktiviert eine automatische Nachbearbeitung der erzeugten Audiodatei. Unterstützt werden WAV, AIFF/AIF und CAF. Nach dem Bounce analysiert der Bouncer das Dateiende, sucht nach End-Stille und rendert mit den gespeicherten Final-Fade-Einstellungen einen Fade-out.

In den Audio Settings werden dafür Schwelle, Haltezeit, Fade-Dauer, Cut-End und Hard-End-Verhalten gespeichert. Wenn am Ende echte Stille erkannt wird, kann der Fade ab dieser Stelle gesetzt und das Ende optional gekürzt werden. Wenn keine End-Stille vorhanden ist, kann der Hard-End-Fade greifen und einen kurzen Fade am Dateiende setzen. Diese Option ist besonders sinnvoll für Stems oder Mix-Versionen, bei denen Reverb-Tails, leere Endbereiche oder harte Enden automatisch bereinigt werden sollen.

iPad-Integration

Der Bouncer kann vom iPad aus bedient werden. Die Konfiguration bleibt auf dem Mac, aber Tracks, Presets, Zielordner, Bounce-Runden und Status werden an das iPad übertragen. Ein iPad-Start zeigt den Fortschritt auf der Remote-Oberfläche und kann am Mac Statusfenster anzeigen.

Bouncer Tool auf dem iPad mit Bounce Rounds, Track-Liste, Presets und Bounce-Button
Auf dem iPad zeigt der Bouncer die synchronisierten Bounce-Rounds, Track-Auswahl, Presets, Name Manager, Dictionary, Audio Settings und den Start-Button. Die Detailkonfiguration bleibt auf dem Mac, die Remote-Oberfläche dient zum Kontrollieren und Auslösen des vorbereiteten Exportlaufs.

Optionen im Detail

OptionNutzenTypisches Beispiel
Projekt-ScanLiest Tracks, Gruppen, Projektname und vorhandene Struktur.Vor jedem großen Exportlauf nach Template-Änderungen.
Destination PathLegt fest, wohin Exportdateien geschrieben werden.Projektname - Bouncer Tool Export neben dem Logic-Projekt.
Bounce RoundsMehrere Exportdurchgänge in einem Setup.Main Mix, Instrumental, TV Mix, Drums Stem, Strings Stem.
Track Include/ExcludeDefiniert, welche Spuren pro Runde aktiv sind.Vocals für Instrumental muten, nur Stems exportieren.
Mute by BouncerDer Bouncer merkt sich, welche Spuren er temporär verändert hat.Nach dem Export wieder in den musikalischen Arbeitszustand zurückkehren.
Name PresetsWiederverwendbare Dateinamen-Bausteine.Kunde, Projekt, Version, Datum, BPM, Key, Round-Name.
DictionaryErsetzt oder normalisiert Namen automatisch.Violins 1 wird zu Vlns_1, unerwünschte Sonderzeichen werden entfernt.
Audio SettingsDefiniert Format, Sample-Rate, Bit-Tiefe, MP3-Optionen und Bounce-Modus.WAV 48 kHz/24 Bit plus MP3-Hörfassung.
Main PresetsSpeichert komplette Bouncer-Setups.Ein Preset für Trailer, eines für Song-Mixe, eines für Stem-Abgaben.
Open Export FolderÖffnet nach dem Export direkt den Zielordner.Schnelle Kontrolle oder Übergabe an Upload/Backup.
CancelBricht einen laufenden Vorgang ab.Wenn eine Runde falsch konfiguriert war.

Plugins & Patches

Dieses Fenster liefert die Datenbasis für viele andere Werkzeuge. Es scannt und verwaltet Plugin-Namen, Library-Presets, I/O-Elemente, Busse, Outputs, Audio-Performances und Bus-Performances.

Audio FX

Plugins & Patches Reiter Audio FX mit gescannten Audioeffekt-Plugins
Der Reiter Audio FX zeigt die gescannten Audioeffekt-Plugins. Links stehen die Plugin-Namen, daneben der Hersteller; das Augen-Symbol markiert, ob ein Eintrag sichtbar ist. Diese Liste wird für den Plugin Picker, Quick Insert und alle Aktionen verwendet, die Audioeffekte direkt in Logic laden.

Instruments

Plugins & Patches Reiter Instruments mit gescannten Software-Instrumenten
Der Reiter Instruments sammelt die gescannten Software-Instrumente. Hier sieht man Instrument-Namen, Hersteller und Sichtbarkeit. Diese Daten braucht Ben's Toolbox, wenn Instrumente per Mac-App, iPad, Stream Deck oder Shortcut zuverlässig ausgewählt und geladen werden sollen.

Patches

Plugins & Patches Reiter Patches mit gescannten Logic Library Patches
Der Reiter Patches zeigt die gelesenen Logic-Library-Patches. Die Einträge sind nach Library- bzw. Herstellerpfad benannt und können später in Pickern oder Remote-Workflows geöffnet werden. Wenn neue Instrument-Patches in Logic gespeichert wurden, sollte dieser Bereich neu gescannt werden.

Audio Performances

Plugins & Patches Reiter Audio Performances mit gespeicherten Audio-Track-Setups
Der Reiter Audio Performances enthält gespeicherte Audio-Track-Setups wie Vocal- oder Recording-Ketten. Diese Liste ist für Workflows gedacht, bei denen ein häufig genutztes Audio-Setup schnell wieder geöffnet oder aufgerufen werden soll.

Bus Performances

Plugins & Patches Reiter Bus Performances mit gespeicherten Bus- und Effekt-Setups
Der Reiter Bus Performances zeigt gespeicherte Bus-Setups und Effektketten. Diese Einträge werden für wiederkehrende Routing- oder Effekt-Konfigurationen genutzt, zum Beispiel vorbereitete Vocal-, Drum- oder Mastering-Busse.

I/O

Plugins & Patches Reiter I/O mit Eingängen, Ausgängen und Gerätetreibernamen
Der Reiter I/O ordnet Logic-Namen den tatsächlichen Treiber- bzw. Gerätenamen zu. Im Bild sind unter anderem Mono- und Stereo-Eingänge sowie Ausgangsbereiche zu sehen. Diese Zuordnung ist wichtig, damit Output-, Input-, Bus- und Routing-Aktionen in Logic die richtigen Ziele finden.

Wann neu scannen?

  • Nach Installation oder Entfernen von Plugins.
  • Nach Änderungen an Audiointerface, Outputs oder Bus-Namen.
  • Wenn iPad oder Stream Deck dynamische Listen nicht vollständig anzeigen.
  • Wenn neue Library-Presets nicht gefunden werden.
  • Nach großen Änderungen an Logic-Templates.

Bus FX Settings

Bus FX Settings ist die Verwaltung für schnelle Send-Workflows. Du definierst eine Art Rezept: Name, Ziel, Plugin, Output und Send-Level. Danach kann ein Button auf iPad, Stream Deck oder im Shortcut Manager diesen Workflow ausführen.

Bus FX Settings Fenster mit Triggern, Plugin-Auswahl und Send-Level
Bus-FX-Trigger kombinieren Bus-Ziel, Plugin, Output und Send-Level zu einem wiederholbaren Routing-Workflow.

Diese Verwaltung ist auch auf dem iPad vorhanden. Dort kannst du vorhandene Trigger kontrollieren, neue Trigger anlegen, Plugin-, Output- und Send-Werte prüfen und bei Bedarf I/O- sowie Bus-Daten neu scannen.

Bus FX Settings auf dem iPad mit Trigger-Liste, Plugin, Output und Send-Level
Auf dem iPad zeigt Bus FX Settings die Trigger-Liste mit Name, Plugin, Output und Send-Level. Über Add Trigger lassen sich neue Einträge vorbereiten; Scan I/O & Busses aktualisiert die verfügbaren Routing-Ziele.

Optionen

  • Trigger Name: Name, unter dem der Workflow angezeigt oder gefunden wird.
  • Plugin: Effekt, der auf dem Zielbus geladen werden soll.
  • Output: Ausgang oder Bus-Ziel.
  • Send Level: Startwert des Sends, z. B. 0 dB.
  • Prompt-Modus: Auswahl erst beim Auslösen statt festem Ziel.

Shortcut Manager

Der Shortcut Manager ist die Brücke zwischen Ben's-Toolbox-Aktionen und eigener Tastatursteuerung. Er ist auch hilfreich, wenn du komplexe Aktionen vorbereiten möchtest, ohne dafür sofort ein Stream Deck Layout zu bauen.

Shortcut Manager mit Gruppen, Tastenkürzeln und Parametern
Der Shortcut Manager gruppiert Einträge automatisch nach Tool-Bereichen. Du kannst Shortcuts benennen und je nach Aktion feste Parameter oder Prompt-Optionen hinterlegen.
Shortcut Manager mit geöffneter Aktionsauswahl
Die Aktionsliste verbindet eigene Tastenkürzel mit Ben's-Toolbox-Tools, Logic-Kommandos und Remote-Workflows.

Was ein Shortcut enthalten kann

  • Eine Ben's-Toolbox-Aktion.
  • Feste Parameter wie Plugin, Output, Gain-Wert oder CC-Ziel.
  • Prompt-Optionen für Mac, iPad oder beide.
  • Shortcut-Tasten und Modifier.
  • Optional Hover-Trigger oder Kontextverhalten.

Wenn ein Shortcut nicht reagiert, prüfe zuerst, ob derselbe Befehl aus dem Scripts-Fenster funktioniert. Funktioniert er dort, liegt das Problem meist in Shortcut, Fokus oder Parameterwerten.

Visual Helper / Grid Helper

Der Visual Helper legt eine visuelle Hilfe über Logic Pro und orientiert sich an sichtbaren Arrangement-, Ruler- und Locator-Daten. Er ist hilfreich, wenn du rhythmische Abstände, Locator-Positionen oder Rasterpunkte im Arrangement schneller erkennen möchtest.

Logic Pro Arrangement mit eingeblendetem Visual Helper Grid Overlay
Das Helper-Grid legt transparente Rasterlinien über das Logic-Arrangement. So lassen sich rhythmische Positionen, Locator-Bereiche und Abstände im Projekt schneller visuell prüfen, ohne die eigentlichen Regionen zu verändern.
Setup-Fenster mit Visual-Helper-Einstellungen für Shape, Width, Grid, Opacity und Color
Die Visual-Helper-Einstellungen liegen im Setup-Fenster. Dort wird der Helper aktiviert und über Form, Breite, Rastertyp, Deckkraft und Farbe an das aktuelle Logic-Projekt angepasst.

Optionen

  • Enabled: Helper ein- oder ausschalten.
  • Shape: Square, Rectangle, Circle, Vertical Oval, Horizontal Oval oder Full Height.
  • Width: Breite bzw. Größe der visuellen Markierung.
  • Grid: binäres oder ternäres Raster.
  • Opacity: Deckkraft.
  • Color: Farbe der Markierung.
Wenn die Grid-Position nicht stimmt, ändere kurz die Zoom-Stufe in Logic und prüfe danach die Position erneut. Mit eingeblendeter Piano Roll funktioniert Grid View aktuell nicht korrekt; wir arbeiten an einer Korrektur.

Artikulationssets vorbereiten

Für die optimale Nutzung der Artikulationsoptionen von Ben's Toolbox mit Logic Pro ist ein bestehendes Artikulationsset notwendig. Ben's Toolbox ersetzt keine Library-Artikulationen, sondern bereitet vorhandene Logic-Artikulationssets so vor, dass sie live, beim späteren Editieren sowie auf iPad und Stream Deck zuverlässig genutzt werden können.

Articulations Fenster mit Scan- und Convert-Bereich
Der Scan- und Convert-Bereich liest vorhandene Artikulationssets und bereitet sie für Remote-Workflows vor.
Articulations Fenster mit gelesenen Artikulationssets
Hier werden Spuren angezeigt und gespeichert, die mit dem CC Monitor verknüpft sind. Beim erneuten Öffnen eines Projekts bleibt diese Zuordnung erhalten und ist sofort wieder nutzbar.
Articulations Image Dictionary mit Instrumentenbildern
Im Image Dictionary können eigene Bilder hinterlegt und über Keywords Spur-Namen oder Artikulationssets zugeordnet werden. iPad und iPhone wählen damit automatisch das passende Bild zur aktiven Spur oder zum passenden Set.

Grundprinzip

Ben's Toolbox arbeitet mit den Artikulationssets, die du in Logic Pro bereits verwendest. Für die Live-Umschaltung muss in diesen Sets Remote Switch aktiv sein. Damit du diese Werte nicht manuell eintragen musst, enthält Ben's Toolbox ein Konvertierungsscript für vorhandene Art Sets.

Bei der Konvertierung wird die bestehende Artikulationsset-Datei als Arbeitsdatei überschrieben. Vorher legt Ben's Toolbox automatisch ein Backup der Originaldatei an. Die bestehenden Spieltechniken werden so umgestellt, dass Ben's Toolbox sie für Live-Nutzung, Post-Editing, iPad und Stream Deck nutzen kann. Remote Switch wird aktiviert, die benötigten Werte werden eingetragen und der MIDI-Kanal wird auf 16 gesetzt. Den Rest erledigt Ben's Toolbox.

iPad-Seite für Artikulationen

Auf dem iPad werden Artikulationssets als eigene Performance-Seite dargestellt. Oben siehst du die Verbindung zum Mac, den aktiven Track und das gelesene Artikulationsset. Die großen Kacheln lösen die Spieltechniken direkt aus; jedes erzeugte MIDI-Event wird dabei über die Spieltechnik und die Velocity abgebildet. Die Velocity nutzt die Logic-Färbung, damit sich eingespielte Artikulationswechsel später in Logic schnell wiedererkennen lassen. Die aktive Artikulation kann farblich zurückgemeldet werden, wenn der CC Monitor auf der Logic-Spur eingesetzt wird.

iPad-Artikulationsseite mit Violins-Track, BBCSO-Strings-Set, Artikulationskacheln und CC-Fadern
Die iPad-Seite kombiniert Artikulationskacheln, Track-Navigation, Live-Status, CC-Fader und CC-Buttons. Eigene Hintergrundbilder helfen, Instrumentengruppen schnell wiederzuerkennen.
BereichWas ist zu sehen?Wofür ist es gedacht?
KopfzeileVerbindung zum Mac, aktiver Track, Artikulationsset, Live-/Auto-/CC-Status.Schnell prüfen, ob die iPad-Seite zur richtigen Logic-Spur gehört.
ArtikulationskachelnSpieltechniken wie Legato, Staccato, Pizzicato, Tremolo oder Longs. Jedes ausgelöste Event wird mit Spieltechnik und Velocity geschrieben.Slots live auslösen, ohne im Logic-Menü suchen zu müssen, und die gespielten Wechsel in Logic anhand der Velocity-Färbung wiedererkennen.
Track-NavigationPfeile links wechseln zur vorherigen oder nächsten Spur.Zwischen Instrumentenspuren springen und das passende Set neu anzeigen lassen.
CC-LanesFrei konfigurierbare Controller-Lanes links auf der Seite, z. B. Expression, Modulation, CC21 oder eigene CC-Ziele.Wichtige Controller direkt neben den Artikulationen spielen und pro Lane an den musikalischen Workflow anpassen.
Read / ActiveJede Lane kann auf Read (grün) oder Active (blau) geschaltet werden.Read zeigt bzw. übernimmt Werte, Active macht die Lane zur aktiv gespielten Controller-Steuerung.
Vertikaler Slider mit Side SliderJeder vertikale CC-Slider besitzt zusätzlich einen seitlichen Slider für einen zweiten Wert. CC-Nummern und Werte können frei gewählt werden.Mit einem Regler gleichzeitig vertikale und horizontale CC-Werte triggern, z. B. Modulation plus Vibrato oder Expression plus Timbre.
CC-Fader und CC-ButtonsController unten bzw. links auf der Seite; die Belegung ist frei konfigurierbar.Dynamik, Ausdruck, Vibrato und häufige MIDI-Controller direkt während des Spielens steuern.
HintergrundbildInstrumentenbild aus dem Image Dictionary.Visuelle Orientierung bei großen Templates und vielen Library-Gruppen.
Praxis: Die Kombination aus vertikalem Slider und Side Slider ist besonders nützlich für expressive Libraries. Ein typischer Einsatz ist Modulation auf der vertikalen Achse und Vibrato oder ein weiterer Klangparameter auf der horizontalen Achse.

Empfohlener Vorbereitungsablauf

  1. Instrumentenspur in Logic auswählen.
  2. Das gewünschte Artikulationsset in Logic Pro der Spur zuweisen.
  3. Prüfen, ob das bestehende Artikulationsset die gewünschten Spieltechniken enthält.
  4. In Ben's Toolbox das Fenster Articulations öffnen und zum Tab Convert wechseln.
  5. Als MIDI-Kanal 16 verwenden.
  6. Das einzelne Artikulationsset oder einen Ordner auswählen und konvertieren.
  7. Nach der Konvertierung das Artikulationsset in Logic auf der jeweiligen Spur neu laden. Bei einem einzelnen Set kann der Reload direkt über den Ergebnisdialog gestartet werden; bei Ordner-Konvertierung muss jedes betroffene Set auf seiner Spur einzeln neu geladen werden.
  8. Read Articulations ausführen, damit Ben's Toolbox das aktuelle Set, die Slots und Namen neu liest.
  9. Den CC Monitor als MIDI FX auf der Logic-Spur einsetzen bzw. Connect nutzen, wenn Live-Feedback und MIDI Recall genutzt werden sollen.
  10. Auf iPad oder Stream Deck testen: Slot triggern, aktiven Zustand prüfen, danach in Logic MIDI-Regionen kontrollieren.

Was die Konvertierung genau macht

Die Konvertierung bearbeitet die vorhandene .plist-Datei im Logic-Ordner ~/Music/Audio Music Apps/Articulation Settings. Die Datei wird überschrieben, aber die Originaldatei wird vorher im Unterordner Bens Toolbox Backup gespeichert. Dadurch kannst du bei Bedarf zum ursprünglichen Set zurückkehren.

In der Arbeitsdatei aktiviert Ben's Toolbox Remote Switch, trägt die erforderlichen Switch-Werte ein und stellt die vorhandenen Spieltechniken so um, dass sie von Ben's Toolbox eindeutig ausgelöst und später in Logic weiterbearbeitet werden können. Der MIDI-Kanal muss dabei 16 sein.

Hinweis: Wenn bei der Konvertierung Fehler auftreten oder ein Set danach nicht wie erwartet reagiert, wende dich bitte an den Support. Wir helfen gern bei der Prüfung des konkreten Artikulationssets.

CC Monitor

Für die optimale Steuerung von Artikulationen sollte der CC Monitor als MIDI FX auf jeder Logic-Spur liegen, die mit Artikulationen arbeitet. Das Plugin hilft Ben's Toolbox dabei, den aktuellen Artikulationszustand aus Logic zurückzumelden und die Steuerung über Stream Deck, iPad Remote und Motion zuverlässiger mit dem musikalischen Zustand der Spur abzugleichen.

Praktisch bedeutet das: iPad und Stream Deck können nicht nur Artikulationen auslösen, sondern den aktiven Zustand besser anzeigen. Motion-Workflows und Remote-Steuerungen profitieren ebenfalls davon, weil Ben's Toolbox genauer weiß, welche Spieltechnik auf der Spur aktiv ist. Setze das Plugin deshalb auf Spuren mit Artikulationssets ein, wenn du Live-Feedback, MIDI Recall oder eine möglichst saubere Remote-Steuerung nutzen möchtest.

CC Monitor MIDI-FX-Plugin mit CC-Werten und aktiver Artikulation Legato
Der CC Monitor zeigt die empfangenen Controllerwerte und die erkannte Artikulation der aktuellen Spur. Diese Rückmeldung ist die Grundlage dafür, dass iPad und Stream Deck den aktiven Zustand zuverlässiger anzeigen können.

Live spielen vs. Spieltechniken editieren

ZielVorbereitungWorauf achten?
Live spielenDas bestehende Set wird durch die Konvertierung für Live-Auslösung vorbereitet.Remote Switch muss aktiv sein; Ben's Toolbox trägt die nötigen Werte ein.
Spieltechniken editierenDie konvertierten Spieltechniken bleiben in Logic weiter bearbeitbar.Nach größeren Änderungen am Artikulationsset das Set in Logic neu laden und in Ben's Toolbox erneut lesen.
Remote FeedbackAktive Artikulation über den CC Monitor und MIDI Recall zurückmelden lassen.Ohne Plugin kann eine Oberfläche zwar senden, aber nicht jeden externen Zustandswechsel automatisch wissen.
Große LibrariesKomplexe Sets in passende iPad- oder Stream-Deck-Seiten aufteilen.Nicht alle seltenen Effekte müssen auf die erste Ebene; wichtig ist schnelle Orientierung.

Was vor dem Konvertieren geprüft werden sollte

  • Bestehendes Set: Das Artikulationsset muss bereits in Logic vorhanden sein und die gewünschten Spieltechniken enthalten.
  • Remote Switch: Für Live-Umschaltung wird Remote Switch benötigt; die Konvertierung aktiviert und befüllt diese Werte.
  • MIDI-Kanal 16: Für diesen Workflow muss Kanal 16 verwendet werden.
  • Backup: Die Arbeitsdatei wird überschrieben, die Originaldatei wird vorher im Ordner Bens Toolbox Backup gesichert.
  • CC Monitor: Für Live-Feedback, MIDI Recall und optimale Remote-Steuerung den CC Monitor auf den relevanten Spuren einsetzen.

MIDI Recall und aktiver Zustand

MIDI Recall ist besonders hilfreich, wenn nicht nur ein Button gedrückt wird, sondern die Oberfläche den aktuellen Zustand kennen soll. Der CC Monitor kann Artikulationsinformationen aus dem Logic-Kontext an Ben's Toolbox zurückgeben. So kann die iPad- oder Stream-Deck-Darstellung näher an dem bleiben, was musikalisch tatsächlich aktiv ist.

Normal: kurzes Blinken in Logic

Wenn beim Live-Auslösen von Artikulationen über iPad oder Stream Deck die Piano Roll nicht im Fokus ist, kann Logic kurz blinken oder den Fokus sichtbar wechseln. Der Grund ist nicht ein Fehler in der Funktion, sondern dass gerade das falsche Fenster für das Setzen der Artikulation aktiv ist. Die Artikulation wird trotzdem ausgelöst; das Blinken beeinträchtigt die Funktion nicht. Wenn es stört, klicke die Piano Roll einmal an. Solange die Piano Roll das aktive Fenster bleibt, verschwindet das Blinken.

Empfehlung: Für Live-Einspielungen mit Artikulationswechseln die Piano Roll vorher einmal anklicken. Dann bleibt das richtige Fenster im Fokus und Logic blinkt beim Auslösen nicht.

Stream Deck

Das Stream Deck ist die schnellste Hardware-Oberfläche für Ben's Toolbox. Es kann Werkzeuge, Fenster, Logic-Key-Commands, Artikulationen, Visual Helper und vorbereitete Workflows auslösen.

Live-Feedback: Stream Deck Buttons können nicht nur senden, sondern Status anzeigen. Besonders bei Artikulationen ist das entscheidend: Die aktive Spieltechnik kann zurückgemeldet werden, statt dass man nur blind einen Button drückt.

Installation und Updates

Beim Start prüft Ben's Toolbox, ob Stream Deck installiert ist und ob das Ben's-Toolbox-Plugin vorhanden ist. Wenn das Plugin fehlt, kann die App den Download anbieten. Wenn eine ältere Plugin-Version installiert ist, erscheint ein Update-Fenster und öffnet nach dem Download das Stream-Deck-Plugin zur Installation.

Button-Typen

  • Tool Actions: direkte Ben's-Toolbox-Werkzeuge.
  • Open Window: Fenster der Mac-App öffnen.
  • Logic Shortcut: Logic-Key-Commands senden.
  • Articulation Buttons: Slots 1 bis 32 auslösen und Status anzeigen.
  • Visual Helper: Grid Helper ein- und ausschalten.

Buttons in der Stream-Deck-App konfigurieren

Viele Ben's-Toolbox-Buttons werden direkt im Property Inspector der Stream-Deck-App eingerichtet. Dort legst du fest, ob ein Button sofort mit einem festen Parameter arbeitet oder beim Drücken einen Prompt öffnet. Die Listen kommen aus den Daten der Mac-App: gescannte Plugins, Library-Presets, Outputs, Sends, Audio-Performances, Bus-Performances und Bus-FX-Presets.

Prompt oder fest: Ein Button kann universell bleiben und bei jedem Auslösen eine Auswahl öffnen, oder er wird fest auf ein Ziel gesetzt. So kannst du eine allgemeine Arbeitsseite bauen und einzelne Buttons trotzdem für wiederkehrende Studio-Setups vorbereiten.

Prompt- und Picker-Buttons

Bei Plugin Picker und Open Library Preset können viele Buttons automatisch das passende Bild erhalten. Das Stream-Deck-Plugin bringt dafür über 1000 Bilder für Plugins und Software-Instrumente mit. Du kannst diese automatische Bildauswahl nutzen, deaktivieren oder jederzeit ein eigenes bzw. manuell ausgewähltes Bild verwenden.

Stream Deck Property Inspector Plugin Picker mit Prompt und gescannter Plugin-Liste
Plugin Picker: lädt ein festes Plugin oder öffnet einen Prompt mit den gescannten Plugins.
Stream Deck Property Inspector Open Library Preset mit Prompt und Preset-Liste
Open Library Preset: wählt Library-Presets aus der gescannten Preset-Liste oder fragt beim Auslösen nach.
Stream Deck Property Inspector Select Output mit Prompt und Output-Liste
Select Output: setzt einen festen Ausgang oder öffnet eine Output-Auswahl aus den gescannten I/O-Daten.
Stream Deck Property Inspector Add Existing Send mit Send Target und Send Level
Add Existing Send: erstellt Sends mit Ziel und Pegel; Ziel kann fest sein oder per Prompt gewählt werden.

Performances, Routing und Bus FX

Stream Deck Property Inspector Audio Performance Picker mit Prompt und Audio-Performance-Liste
Audio Performance Picker: ruft gespeicherte Audio-Performances direkt auf oder öffnet eine Auswahl.
Stream Deck Property Inspector Bus Performance Picker mit Prompt und Bus-Performance-Liste
Bus Performance Picker: nutzt vorbereitete Bus-Setups als festen Button oder Prompt-Workflow.
Stream Deck Property Inspector Bus FX mit Preset-Liste fuer FX Sends
Bus FX: wählt Bus-FX-Presets mit Plugin, Ziel und Send-Level oder öffnet einen Dialog.

Audio-Tracks, Gain und Fades

Stream Deck Property Inspector New Audio Track Mono mit Prompt fuer Input und Track-Name
New Audio Mono: erstellt Mono-Audiospuren mit festem oder abgefragtem Input und optionalem Namen.
Stream Deck Property Inspector New Audio Track Stereo mit festem Stereo-Input und Track-Name
New Audio Stereo: legt Stereo-Audiospuren mit vorbereitetem Stereo-Input und Track-Namen an.
Stream Deck Property Inspector Fades mit Fade In, Fade Out, Zeitmodus und Fade Type
Fades: steuert Fade-In, Fade-Out, Zeitmodus, konkrete Fade-Zeiten und Fade-Type.
Stream Deck Property Inspector Audio Gain mit absolutem und relativem Gain-Modus
Audio Gain: setzt Gain absolut oder relativ, zum Beispiel feste Werte oder schnelle Plus-/Minus-Schritte.

Artikulationen auf dem Stream Deck

Artikulationsbuttons auf dem Stream Deck können universell angelegt werden. Die Buttons sind nicht fest an ein bestimmtes Instrument gebunden, sondern passen sich dem Instrument beziehungsweise dem Artikulationsset der aktuell ausgewählten Logic-Spur an. Dadurch kann dieselbe Stream-Deck-Seite für verschiedene Libraries, Instrumente und Artikulationssets verwendet werden.

Stream Deck Artikulationsbuttons fuer BBC Symphony Orchestra Strings von Spitfire mit Logic Piano Roll und farbigen MIDI-Events
Beispiel mit BBC Symphony Orchestra Strings von Spitfire: Die Stream-Deck-Buttons passen sich dem aktuell geladenen Artikulationsset an. Oben rechts zeigt der Read-Articulation-Button, welches Artikulationsset gerade geladen ist.
Stream Deck Artikulationsbuttons fuer Lacrimosa Choir von 8Dio mit ausgewaehltem MIDI-Event in der Logic Piano Roll
Beispiel mit Lacrimosa Choir von 8Dio: Visuelles Feedback zeigt verwendete Spieltechnik und Velocity. Die farbigen MIDI-Events in der Piano Roll machen Artikulationswechsel später leichter wiedererkennbar.

Der Button oben rechts auf der Stream-Deck-Artikulationsseite ist der Read Articulation-Button. Er liest das Artikulationsset der aktuell ausgewählten Spur erneut ein und zeigt gleichzeitig an, welches Set gerade aktiv ist. Das ist besonders hilfreich, wenn du zwischen Instrumenten wechselst oder prüfen willst, ob die Stream-Deck-Seite zum aktuellen Logic-Track passt.

Besonders schnell ist die Einrichtung mit automatischen Artikulationsbuttons: Wenn du diese Buttons per Drag and Drop auf das Stream Deck legst, zählt jeder Button seinen Slot selbstständig hoch. Du legst die Buttons also nur einmal an; sie bekommen automatisch den richtigen Slot und können danach von jeder Spur mit vorhandenem Artikulationsset genutzt werden. Die Stream-Deck-Seite ist dadurch schnell eingerichtet und universell für unterschiedliche Instrumente nutzbar.

Wichtig: Auf den genutzten Spuren muss das Monitor CC MIDI FX Plugin liegen, damit Ben's Toolbox die Artikulationsinformationen eindeutig der richtigen Spur zuweisen kann.

Ein Button-Press hat zwei Aufgaben: Wenn in der Piano Roll ein MIDI-Event ausgewählt ist, wird dessen Artikulation auf die gedrückte Spieltechnik geändert. Wenn keine Region beziehungsweise kein MIDI-Event zum Editieren ausgewählt ist, setzt derselbe Tastendruck die Spieltechnik für das Live-Spielen. So muss man nicht zwischen getrennten Editing- und Live-Buttons unterscheiden.

Normal: Wenn die Piano Roll nicht das aktive Fenster ist, kann Logic beim Drücken eines Artikulationsbuttons kurz blau blinken. Die Funktion ist dadurch nicht eingeschränkt. Der Button triggert sowohl das Editieren als auch das Live-Schalten; der Edit-Befehl landet nur nicht im benötigten Piano-Roll-Fenster, wenn dieses gerade nicht aktiv ist.

MIDI-CC-Buttons auf dem Stream Deck

Stream-Deck-Buttons können auch als MIDI-CC- oder Performance-Parameter-Buttons genutzt werden. Die Buttons senden nicht nur einen Wert, sondern können automatisch auf den aktuellen Logic-Zustand reagieren: Der aktive Parameter wird auf dem Stream Deck hervorgehoben, während Logic die passende Automation- oder MIDI-Lane zeigt. Dadurch ist sofort sichtbar, ob du gerade zum Beispiel Modulation, Expression, Sustain, Pitch Bend, Velocity oder einen anderen Controller steuerst.

Stream Deck MIDI CC Buttons mit aktivem MIDI Pitch Highlight und Logic Automation Lane fuer Pitch Bend
MIDI-CC-Buttons mit automatischer Response: Der aktive Parameter wird auf dem Stream Deck hervorgehoben und passt zur aktuell ausgewählten MIDI- bzw. Automation-Lane in Logic.

Was ein Button wissen kann

EigenschaftBeschreibung
AktionBen's-Toolbox-Tool, Logic Shortcut, Fenster, Artikulationsslot oder vorbereiteter Workflow.
ParameterOutput, Plugin, Preset, CC-Ziel, Gain-Wert, Fade-Zeit, Artikulationsindex oder Prompt-Modus.
LabelKann manuell gesetzt werden oder automatisch aus Tool, Logic Shortcut, Preset oder Artikulation entstehen.
IconTool-spezifische Icons, Plugin-Matches, eigene Bilder oder Stream-Deck-Standarddarstellung.
StatusAktiver Artikulationsslot, Visual-Helper-Zustand, Update-Hinweis oder Verbindungsstatus.
QuelleButton kann aus Stream Deck, iPad oder Shortcut Manager denselben Backend-Befehl nutzen.

Gute erste Stream-Deck-Seiten

  • Transport und Navigation.
  • Bouncer-Start und Exportordner.
  • Plugin Quick Insert und Library Presets.
  • Artikulationen 1 bis 32.
  • MIDI CC, Velocity und Piano Roll.
  • Fenster: Bouncer, Motion, Plugins & Patches, Bus FX, Scripts, Shortcuts.

iPad Remote

Ben's Toolbox Remote ist die Touch-Oberfläche für iPad. Sie verbindet sich mit der Mac-App über das lokale Netzwerk. Die Mac-App liefert Tool-Katalog, Fensterliste, Texte, Bilder, Presets, Artikulationsstatus und Bouncer-Daten.

USP: Das iPad ist nicht nur ein zweiter Bildschirm mit Buttons. Es ist eine individualisierbare Logic-Steuerfläche mit dynamischem Tool-Katalog, Auto-Labels, eigenen Bildern, Seiten, Sektionen und Live-Feedback für Artikulationen.

Tool-Katalog

Der Katalog enthält Bounce, Plugins, Performances, Mixing, Audio, MIDI, Artikulationen und Utilities. Viele Tools haben Parameter, Suchlisten oder Status-Feedback. Der Grid/Visual-Helper-Toggle ist ebenfalls im Katalog verfügbar.

Section Presets

PresetInhalt
Windowsöffnet Mac-Fenster wie Plugins & Patches, Bus FX, Motion, Scripts und Shortcuts.
TransportBegin, Rewind, Play/Stop, Forward, Record, Capture, Cycle, Click.
NavigationStart/End, Marker-Navigation und Zoom.
EditingUndo, Redo, Cut, Copy, Paste, Delete, Select All, Split.
Track ActionsNeue Spur, Duplizieren, Löschen, Mute, Solo, Record Arm, Rename, Track-Navigation.
MixerMixer, Inspector, Smart Controls, Channel-Strip-Kopieren und Plugin-Ansichten.
AutomationAutomation anzeigen, Modi Off/Read/Touch/Latch/Write, Automation löschen.
MIDI EditingQuantize, Dequantize, Transpose, Octave, Join Notes, Mute Note.
ArticulationsSlots 1 bis 29 plus Read Articulations.
PromptsQuick Insert, Library Preset, Bus Performance, Audio Performance, Add Send, FX Send, Output, neue Audio-Tracks.
HelperProjektordner, SMPTE, I/O Scan, Artikulationen lesen, Fenster öffnen, Piano Roll, Marker.
Gain & Faderelative Gain-Änderungen, Fade-Zeiten, Fade-Typen und Reset.
MIDI CCModulation, Expression, Pitch Bend, Sustain, Volume, Pan, Velocity, Aftertouch, CC 21-23.

Bouncer auf dem iPad

Das iPad kann Bouncer-Daten anzeigen und Bounce-Vorgänge starten. Presets, Dictionary, Name Presets und Audio Settings werden von der Mac-App verwaltet und synchronisiert.

Artikulationen auf dem iPad

Die iPad-App kann aktive Artikulationen anzeigen, Slots auslösen und mit Hintergrundbildern arbeiten. Eigene Bilder können über die Mac-App bereitgestellt werden; empfohlen sind große, iPad-taugliche Bilder.

Grid, Seiten und Buttons

Das iPad-Grid kann als große, template-spezifische Steuerfläche aufgebaut werden. Seiten und Sektionen strukturieren die Buttons nach Arbeitsbereich: Prompts, Logic-Tools, Helfer, Gain/Fade, Artikulationen oder eigene Setups. Dadurch bleibt auch ein sehr großes Button-Layout bedienbar, ohne dass alles auf eine einzige Ebene gelegt werden muss.

iPad Remote Grid mit Prompts, Logic-Tools, Helfer-Buttons, Plugin-Bildern und Gain-Fade-Buttons
Ein bestehendes iPad-Grid mit mehreren Sektionen: Prompts, Logic-Tools, Helfer und Mixing-Buttons lassen sich auf einer großen, scrollbaren Controller-Seite kombinieren.
iPad Remote Settings mit Pages-Liste, Add Page, Connection Status und verbundenem MacBook
In den iPad-Einstellungen werden Seiten angelegt und verwaltet. Über Add Page entstehen neue Controller-Seiten; die Verbindung zum Mac und gefundene Hosts werden direkt darunter angezeigt.
OptionBeschreibung
SeitenMehrere Controller-Seiten für unterschiedliche Arbeitsbereiche, Templates oder Instrumentengruppen.
SektionenVorgefertigte Gruppen wie Transport, Editing, Mixer, MIDI, Artikulationen, Bouncer oder eigene Tool-Gruppen.
Grid-GrößeButton-Flächen können als Raster organisiert werden, damit iPad-Seiten dicht oder großzügig aufgebaut werden können.
Eigene LabelsButtons können manuell benannt werden.
Auto LabelWenn kein eigener Name gesetzt ist, kommen Labels automatisch aus Tool-Namen, Logic Shortcuts, Presets, CC-Zielen oder Artikulationsnamen.
Eigene BilderButtons, Sektionen und Artikulationshintergründe können mit eigenen Bildern aus der Mac-App versorgt werden.
Dynamische ListenPlugins, Presets, Outputs, Busse und Logic Shortcuts werden aus der Mac-App geladen.
Ordner/UnterseitenKomplexe Setups können aufgeteilt werden, damit große Templates bedienbar bleiben.
Alle Shortcuts triggerbarLogic-Key-Commands und Ben's-Toolbox-Shortcuts können vom iPad ausgelöst werden.

Live-Artikulationen mit Feedback

Für Sample-Libraries mit vielen Spieltechniken ist das Artikulationssystem einer der wichtigsten Workflows. Ben's Toolbox liest das Artikulationsset der aktiven Spur, baut daraus eine Remote-Darstellung und zeigt die Slots auf iPad und Stream Deck an. Beim Umschalten kann der aktive Zustand zurückgemeldet werden.

Wenn der CC Monitor als MIDI FX auf der Logic-Spur liegt, kann MIDI Recall helfen, den aktuellen Artikulationszustand besser nachzuziehen. Dadurch wird die iPad-Oberfläche näher an den tatsächlichen musikalischen Zustand gekoppelt: Button drücken, Logic empfängt die Artikulation, Feedback geht zurück an iPad und Stream Deck.

Artikulationsoptionen

  • Slots 1 bis 32 direkt auslösen.
  • Aktuelles Artikulationsset lesen.
  • Aktive Spieltechnik auf iPad und Stream Deck anzeigen.
  • Artikulationshintergründe aus eigenen Bildern verwenden.
  • Automatische Labels aus Logic-Artikulationsnamen nutzen.
  • Manuelle Namen vergeben, wenn Logic-Namen zu lang oder unpraktisch sind.
  • MIDI Recall über den CC Monitor verwenden, wenn der Zustand zuverlässig zurückgemeldet werden soll.

iPhone Motion

Ben's Toolbox Motion nutzt Bewegungs- und optional Positionsdaten des iPhones, um MIDI CC, Pitch Bend, Artikulationen und Performance-Parameter zu steuern. Die Konfiguration liegt in der macOS-App, damit Mappings und Darstellung geändert werden können, ohne die iPhone-App anzupassen.

USP: Dynamik muss nicht nur mit Modwheel, Fader oder Maus gesteuert werden. Das iPhone kann als performativer Controller dienen: nach vorne bewegen zum Aktivieren, heben für Intensität, kippen für Expression oder eine saubere Sinuskurve für Vibrato.
macOS Motion Fenster mit Live-Position, Controller Mapping, Sensor-, AR- und Combo-Einstellungen
Die Motion-Einstellungen werden in der macOS-App vorbereitet. Hier legst du fest, welche iPhone-Bewegung oder AR-Position welchen CC-, Pitch-Bend- oder Artikulationswert steuert, welche Achse genutzt wird, wie empfindlich die Bewegung reagiert und ob Presets geladen oder gespeichert werden.

Die iPhone-App liefert die Bewegungsdaten; die eigentliche Konfiguration liegt auf dem Mac. Dadurch können neue Mappings, Presets, CC-Ziele und Aktivierungsgesten geändert werden, ohne die iPhone-App selbst anzupassen.

iPhone-App Ben's Toolbox Motion mit Verbindung zum Mac, aktuellem Instrument, Motion-Lanes, Stop und Calibrate
Die iPhone-App zeigt die Verbindung zur Mac-App, die aktuell geladene Spieltechnik und die aktiven Motion-Lanes. In der Performance sind Stop und Calibrate direkt erreichbar, damit die Bewegung schnell neu ausgerichtet oder beendet werden kann.
Live-Position-Monitor der iPhone Motion App mit Sensorposition, Instrument und CC-Werten
Der Live-Position-Monitor visualisiert die iPhone-Position und zeigt gleichzeitig die aktuell gesendeten Werte. So lässt sich prüfen, ob Sensor-, AR- und CC-Zuordnungen musikalisch sauber reagieren.

Artikulationen mit den Lautstärketasten

Ein wichtiges iPhone-Motion-Tool ist die Artikulationssteuerung über die Lautstärketasten. Für das aktuell erkannte Artikulationsset stehen die vorhandenen Spieltechniken direkt zur Auswahl. Die Zuordnung wird automatisch pro erkanntem Set gespeichert; alternativ können Einstellungen auch manuell als Preset gespeichert und wieder geladen werden.

Jede Lautstärketaste kann zwei Artikulationen halten: einen Haupt-Slot und einen Toggle-Slot. Drückst du die Taste, während der Haupt-Slot aktiv ist, springt sie auf den Toggle-Slot. Ist der Toggle-Slot aktiv, springt sie zurück auf den Haupt-Slot. Ist gerade keine der beiden Artikulationen aktiv, wird zuerst der Haupt-Slot gesetzt; bei wiederholter Nutzung wechselt die Taste zwischen beiden Slots. Dadurch kann eine einzelne Lautstärketaste z. B. zwischen Legato und Tremolo oder zwischen Staccato und Pizzicato umschalten.

iPhone Motion Volume Buttons Einstellungen fuer Artikulationsslots
Pro Artikulationsset können Volume Up, Volume Up Toggle, Volume Down und Volume Down Toggle auf konkrete Slots gelegt werden.

Mapping-Grundlagen

  • Quelle: Sensor, AR-Position oder andere Motion-Daten.
  • Achse: z. B. X, Y, Z oder abgeleitete Richtungen.
  • Richtung: nur oben, nur unten oder bidirektional.
  • Ziel: MIDI CC, Pitch Bend oder interne Ben's-Toolbox-Aktion.
  • Range: minimaler und maximaler MIDI-Wert.
  • Startwert: Wert beim Aktivieren oder beim neutralen Zustand.
  • Activation Trigger: Bewegung, die eine Lane erst aktiviert.

Pitch Bend und Vibrato

Pitch Bend sollte nicht permanent auf jede kleine Bewegung reagieren. Deshalb kann eine Aktivierungsgeste verwendet werden. Beim Aktivieren wird die aktuelle iPhone-Höhe als Nullpunkt gesetzt. Für Vibrato kann eine saubere Sinuskurve verwendet werden; die Bewegung bestimmt dann eher Intensität oder Aktivierung als die eigentliche Kurvenform.

Live Preview

Die Motion Live Preview zeigt Mappings, Werte und Kurven. Für Sinus-Vibrato wird eine echte Sinusdarstellung verwendet, damit sichtbar ist, was musikalisch gesendet wird.

Typische Mappings

Musikalisches ZielBewegungMapping
Dynamik / ExpressioniPhone langsam anhebenY oder Höhe auf CC 11, CC 1 oder instrumentenspezifische Dynamik.
Vibrato aktiviereniPhone nach vorne bewegenZ-Achse als Activation Trigger, Pitch Bend oder CC erst danach aktiv.
Vibrato-IntensitätiPhone nach oben bewegenAmplitude einer Sinuskurve wird größer, die eigentliche Kurve bleibt sauber.
Filter / TimbreKippen oder DrehenX/Y-Achse auf CC 74, CC 71 oder Library-spezifischen Controller.
Artikulationkurze definierte GesteBen's-Toolbox-Artikulationsaktion auslösen.
Sicherer NullpunktAktivierungsgesteAktuelle Höhe oder Position wird als neutraler Ausgangspunkt gesetzt.

Activation Trigger

Jede Lane kann optional erst durch eine andere Bewegung aktiviert werden. Das verhindert, dass normale Handbewegungen sofort MIDI senden. Beispiel: Z-Achse nach vorne aktiviert Pitch Bend; erst danach steuert die Höhe die Vibrato-Intensität. Wird das iPhone zurückgezogen, ist Pitch Bend wieder deaktiviert.

Fensterkatalog

Diese Fenster können remote über iPad oder Stream Deck geöffnet werden:

  • Bouncer
  • Plugins & Patches
  • Bus FX Settings
  • Motion
  • Scripts
  • Shortcuts
  • Articulations

Systemfenster wie Einstellungen, Lizenz oder About werden nicht in gleicher Weise als Remote-Katalog angeboten.

Tool-Optionen im Überblick

Diese Tabelle fasst zusammen, welche Parameter die wichtigsten Tools typischerweise haben und warum sie in der Praxis relevant sind. Die konkrete Auswahl kann je nach Tool-Katalog, Scan-Status und Logic-Kontext variieren.

ToolWichtige OptionenRemote-Nutzung
Bouncer ToolMain Presets, Bounce Rounds, Destination, Track Selection, Mute Rules, Audio Settings, Name Presets, Dictionary, Open Export Folder, Cancel.iPad kann Tracks, Presets, Status und Bounce-Start nutzen.
Bounce WAVFormat WAV/AIFF/CAF, Bit-Tiefe, Sample-Rate, Interleaved/Split, Dither, Normalize, Offline/Realtime, Audio Tail, Tempo Info.iPad, Stream Deck oder Shortcut können feste Bounce-Presets auslösen.
Bounce MP3Bitrate, Mono/Stereo, Quality, VBR, Smart Encoding, Filter unter 10 Hz, Normalize, Audio Tail, Tempo Info.Ideal als schneller Hörmix-Button.
ExportCycle Only, Trim Silence, Extend to End, Format, Bit-Tiefe, Bypass FX, Volume/Pan, Tail.Für schnelle Region- oder Bereichsexporte.
Add FX PluginPlugin-Name, Slot-Verhalten, Mono/Stereo-Variante, Prompt oder direkter Parameter.iPad/Stream Deck zeigen Plugins nach Scan und können Auto-Icons nutzen.
Quick InsertSuchtext, Prompt-Ziel Mac/iPad/beide, Plugin-Auswahl, dynamische Liste.Sehr schnell für häufig wechselnde Plugins.
Open Library PresetPreset-Name, Subfolder, direkte Auswahl oder Prompt.Remote-Listen entstehen aus dem Library-Scan.
Add SendBus-Ziel, Send-Level, Prompt-Modus, gescannte Outputs/Busses.Button kann einen Send direkt erzeugen.
FX Send PresetTrigger Name, Plugin, Output, Send-Level, Prompt oder fixer Workflow.Ein Button erzeugt wiederkehrende Räume/Delays/FX-Sends.
Set OutputOutput-Ziel, Prompt oder direkter Parameter, gescannte I/O-Liste.Sehr nützlich für Stem-Routing und Template-Umschaltung.
New Audio Mono/StereoTrack-Name, Input, Output, Mono/Stereo, Anzahl oder Preset.Eigene Track-Buttons für Recording-Setups.
FadeFade-In, Fade-Out, Zeit absolut/relativ, Fade-Typ, Reset.Schnelle Editing-Buttons ohne Inspector-Suche.
Set GainAbsolutwert oder relative Änderung in dB.Buttons wie -1 dB, +1 dB, -3 dB, Reset.
Set VelocityZielwert für ausgewählte MIDI-Events.Piano-Roll-Workflow auf iPad/Stream Deck.
Set CCCC-Ziel wie Modulation, Expression, Pitch Bend, Sustain, Volume, Pan, Aftertouch, CC 20-32.Direkt zur richtigen Lane springen.
Logic ShortcutJeder aus Logic exportierte Key Command, suchbar und triggerbar.Alle Shortcuts können von iPad und Stream Deck ausgelöst werden.
ArtikulationenSet Articulation, Trigger Slot 1-32, Read Articulations, Articulation Menu, MIDI Recall.Live-Feedback auf iPad und Stream Deck.
Visual HelperEnabled, Shape, Width, Grid Mode, Opacity, Color.Remote Toggle und Statusanzeige.
Motion MappingQuelle, Achse, Richtung, Range, Ziel-CC/Pitch Bend, Activation Trigger, Nullpunkt, Sinus-Vibrato.iPhone als performativer Controller.
Open WindowFenster-ID für Bouncer, Motion, Plugins & Patches, Bus FX, Scripts, Shortcuts, Articulations.iPad/Stream Deck öffnen die passende Mac-Ansicht.

FAQ & Fehlerbehebung

Welche Komponenten brauche ich wirklich?

Die macOS-App ist die Zentrale und wird immer benötigt. Stream Deck Plugin, iPad Remote und iPhone Motion sind zusätzliche Bedienoberflächen. Ohne laufende Mac-App können sie Logic Pro nicht steuern.

Welche Berechtigungen braucht Ben's Toolbox?

Die App benötigt macOS-Bedienungshilfen, damit Logic Pro zuverlässig gelesen und gesteuert werden kann. Für bestimmte Funktionen können außerdem Netzwerkzugriff, MIDI und Zugriff auf lokale Dateien relevant sein.

Warum blinkt Logic beim Triggern von Artikulationen?

Wenn beim Live-Auslösen von Artikulationen über iPad oder Stream Deck die Piano Roll nicht im Fokus ist, kann Logic kurz blinken oder den Fokus sichtbar wechseln. Der Grund ist nicht ein Fehler in der Funktion, sondern dass gerade das falsche Fenster für das Setzen der Artikulation aktiv ist. Die Artikulation wird trotzdem ausgelöst; das Blinken beeinträchtigt die Funktion nicht. Wenn es stört, klicke die Piano Roll einmal an. Solange die Piano Roll das aktive Fenster bleibt, verschwindet das Blinken.

Stream Deck Plugin wird nicht erkannt

Prüfe, ob die Elgato Stream Deck App installiert ist, das Ben's Toolbox Plugin in der Stream Deck Plugin-Liste auftaucht und Ben's Toolbox nach der Installation neu gestartet wurde. Falls eine alte Version installiert ist, sollte das Update-Fenster der Mac-App das Stream Deck Update anbieten.

iPad findet den Mac nicht

iPad und Mac müssen im selben lokalen Netzwerk sein. Prüfe außerdem, ob Ben's Toolbox läuft, die Remote-Verbindung in der Mac-App aktiv ist und keine Firewall den lokalen WebSocket-Port blockiert.

iPhone Motion fühlt sich verzögert an

Nutze nach Möglichkeit ein stabiles lokales WLAN und prüfe im Motion-Fenster, ob Live Preview und unnötige Fenster geschlossen sind. Bei AR-Mappings kann die Position stärker geglättet sein als reine Sensorsignale.

Bouncer findet Tracks nicht oder startet nicht

Prüfe, ob Logic im Vordergrund ist, das Projekt vollständig geladen wurde und Ben's Toolbox die Trackliste neu scannen konnte. Bei großen Templates kann ein erneuter Scan nach dem Laden des Projekts helfen.

Wo finde ich Logs und Supportinfos?

Logs liegen im Benutzerordner unter Library/Logs/BensToolbox beziehungsweise im App-Support-/Log-Bereich der installierten Version. Für Support sind App-Version, macOS-Version, Logic-Version und eine kurze Beschreibung des reproduzierbaren Ablaufs hilfreich.

Ein Button macht nichts

Prüfe, ob Ben's Toolbox läuft, Logic geöffnet ist, die Bedienungshilfen erlaubt sind und die Aktion in der Mac-App direkt funktioniert.

Listen sind leer oder unvollständig

Scanne in Plugins & Patches die betroffene Kategorie neu. Danach iPad oder Stream Deck neu verbinden oder den Katalog neu laden.

Artikulationsstatus stimmt nicht

Aktive Spur prüfen, Artikulationsset neu lesen und CC Monitor als MIDI FX auf die Spur setzen.

Motion beeinflusst falsche Werte

Mapping-Lane prüfen: Ziel, Achse, Range, Richtung und Aktivierungsbedingung. Bei Pitch Bend zusätzlich den Pitch-Bend-Range im Instrument kontrollieren.

Grid Helper ist falsch positioniert

Ändere kurz die Zoom-Stufe in Logic und prüfe danach die Position erneut. Mit eingeblendeter Piano Roll funktioniert Grid View aktuell nicht korrekt; wir arbeiten an einer Korrektur.

Release Notes

Hier findest du die wichtigsten Änderungen der aktuellen Versionen von Ben's Toolbox.

Version 3.3.18 (48) - 07.05.2026

  • Testversion verbessert: Die Trial-Aktivierung sendet jetzt die gewählte Sprache mit und zeigt klar an, wenn zuerst die E-Mail bestätigt werden muss.
  • Remote-Zugriff gehärtet: URL-Kommandos und WebSocket-Verbindungen werden jetzt konsequent blockiert, wenn keine gültige Lizenz oder aktive Testversion vorhanden ist.
  • Stream Deck stabilisiert: Bounce-Buttons laden ihre Grafiken jetzt direkt aus dem Plugin-Bundle, damit Icons nach dem Packen und Installieren zuverlässiger erscheinen.

Version 3.3.17 (47) - 06.05.2026

  • Verbesserte CC-Monitor-Stabilität beim erneuten Öffnen von Logic-Projekten.
  • CC-Monitor-IDs werden robuster wiedererkannt und können über iPad oder Stream Deck neu zugeordnet werden, ohne ein neues Plugin einzusetzen.
  • Zusätzliche Diagnose- und Migrationsdaten für CC-Monitor-Verknüpfungen erleichtern künftige Updates.

Version 3.3.16 (46) - 05.05.2026

  • Der CC Monitor merkt empfangene CC-Lanes jetzt pro Plugin-Instanz. Eine Lane bleibt sichtbar, sobald sie einmal empfangen wurde, und verschwindet nicht mehr nur deshalb, weil der Wert auf 0 steht.
  • Reset/Stop leert die gemerkten CC-Lanes gezielt, damit ein neuer Durchlauf wieder sauber startet.
  • Die Statuszeile des CC Monitor wurde korrigiert: Der Disconnect-Button steht fest links neben ID/Version, und lange Tracknamen werden gekuerzt, statt Disconnect oder ID zu ueberlagern.
  • Der Installer enthaelt die aktuelle Version des CC Monitor.

Version 3.3.15 (45) - 04.05.2026

  • Die Dokumentation wurde neu aufgebaut und ist jetzt mehrsprachig fuer Ben's Toolbox, iPad Remote, iPhone Motion und Stream Deck vorbereitet.
  • Die Download-Seiten wurden aktualisiert, lokalisiert und fuer die neuen App- und Plugin-Downloads strukturiert.
  • App-interne Links und Setup-Hinweise fuehren jetzt konsistenter zu Dokumentation, Downloads und Plugin-Seiten.
  • Die WebSocket-Verbindung meldet nun zusaetzliche Startinformationen, damit Remote-Clients und Support-Faelle leichter nachvollziehbar sind.
  • Die Rueckmeldung fuer Piano-Roll-CC-Status blockiert die Mac-App nicht mehr, wenn Logic bei Accessibility-Abfragen langsam reagiert.
  • Hover auf den Settings-Button einer Audiospur erkennt die Spur nun zuverlaessiger als Audio-Channel und oeffnet die Audio-Performances statt der Bus-Performances.
  • Der Installer enthaelt die aktuellen Versionen von Ben's Choir und CC Monitor.